Feedback zur Aufgabe 12 / Feedback concerning challenge no. 12

  • Dafür vergeb ich meinerseits (mit einer Wahrscheinlichkeit p>0,9) keine Sterne. Denn wenn es erst ein numerisches Ergebnis braucht (wozu der Durchschnitts-Zehntklässler sicher nicht in der Lage ist), um eine Idee bzgl. der eleganten, kurzen Lösung zu bekommen, ist das mit der Zielgruppe ein wenig schiefgelaufen.

    Da "braucht" es gar kein numerisches Ergebnis, um eine Idee zu bekommen. Man kann dieses Rätsel auf viele verschiedene Weisen angehen und lösen.

  • Auch ich tappe bei dieser Aufgabe noch absolut im Dunkeln – was mich in meinem Fall gar nicht wundert, denn ich leide schon seit jeher unter einer hartnäckigen Stochastikblindheit. Freuen würde ich mich mal wieder über eine geometrische Aufgabe – dreieckige Billardtische und gepackte Kerzen sind ganz nach meinem Geschmack. ^^

    Geht mir ähnlich mit der Stochastikblindheit. Insofern habe ich mich diesmal ohne überhaupt zu versuchen einen Beweis zu finden komplett auf meine Intuition verlassen, weil ich schon wusste, dass ich einen Beweis ohnehin nicht finden werde :S

  • Naja, weiter oben wurden bedingte Wahrscheinlichkeiten erklärt. Die kennen Zehntklässler noch nicht, die sind hier aber wichtig. Aber das genügt dann auch.


    Welche Formalismen und Methoden man bei der Bearbeitung von Aufgaben aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung benötigt hängt m.E. ganz stark davon ab, wie man den zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeitsraum definiert. Und das ist auch schon die Krux bei diesen Aufgaben: Die einen freuen sich über einfache und elegante Lösungswege während die anderen über fürchterliche Gleichungen schimpfen, die sie nur mit reichlich Rechenpower lösen können (sieht man hier ja auch am Feedback im Forum). Und eigentlich liegt es "nur" an der unterschiedlichen mathematischen Modellierung. Einmal den falschen Weg eingeschlagen, wird es schwierig.

  • Ich glaube nicht, dass ich jemals mehr Zeit in eine Aufgabe gesteckt hab als in diese. Mehrere Programme mit unterschiedlichen Strategien geschrieben, beide liefern aber im Moment noch unterschiedliche Ergebnisse (aber ich weiß welches das richtige liefert, ich hab es nur noch nicht geschafft, beide Ergebnisse in Einklang zu bringen).


    Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, die richtige Lösung zu kennen.

    (Im Nachhinein gesehen, enthält der Matherätsel-Thread fast schon Lösungshinweise...)

    Würde ich auch so sehen. Das Ergebnis hatte ich zwar schon, aber erst so hab ich eine plausible Begründung für die Richtigkeit gefunden.

    Insgesamt hatte ich das Gefühl, als Forumleser für diese Aufgabe etwas im Vorteil zu sein. Aber vielleicht kommt es mir auch mangels Selbstvertrauen nur so vor.


    Den vollständigen und unwiderlegbaren Lösungsweg habe ich immer noch nicht. Allerdings werde ich die Aufgabe trotzdem guten Gewissens grün markieren.


    Ob ich die Aufgabe nun gut oder schlecht finden soll ist schwer zu sagen. Sie führt ganz schön hinters Licht und hat mich sehr viel Aufwand gekostet. Irgendwann hab ich glaube nur noch aus Ehrgeiz weitergeknobelt und nicht mehr aus Spaß. Schade eigentlich, das war bei den vorherigen Aufgaben (und der von heute) nicht so.

  • Die Einstellung in mehreren Beiträgen hier ist etwas seltsam, es der Aufgabe anzulasten, dass man selbst nicht die richtige Idee hat und es stattdessen mit astronomischen Rechnungen versucht. Die Autoren haben die Zahlen vermutlich gerade deshalb so groß gewählt, damit es nicht mit reiner Rechenpower geht. Und ob man für die richtige Idee Rechnungen braucht, hängt auch wieder von jedem selbst ab.


    Eigentlich eine perfekte Aufgabe: Ein Problem von auf den ersten Blick unfassbarer Komplexität, das sich, wenn man es erst mal durchdrungen hat, in Luft auflöst.

  • So, jetzt meine ich den gordischen Knoten in meinem Hirn auch endlich gelöst bekommen zu haben!


    Vielen Dank an die Aufgabensteller, mir gefällt diese Aufgabe sehr gut (jetzt nachdem ich glaube sie gelöst zu haben).

    Eine super Aufgabe, zu der Lösungswege existieren, die die unglaubliche Schönheit der Mathematik aufzeigen. Hier wird deutlich, dass man sich durch verschiedene Betrachtungsweisen einiges deutlich einfacher (oder auch unnötig schwer) machen kann. Darauf zu kommen gelingt nicht jedem sofort und bedarf meiner Meinung nach auch etwas an Übung. Ich habe auf jeden Fall meine Zeit dafür gebraucht und hatte anfangs gar keinen Plan. Mein Versuch, diese Aufgabe empirisch zu lösen schlug auch fehl.


    Also an alle, die sich noch daran versuchen: Gebt nicht zu schnell auf, und betrachtet das Szenario mal aus einem anderen Blickwinkel. Jeder kann diese Aufgabe lösen, hier sind keine höheren Mathematikkenntnisse gefragt.

  • Die Einstellung in mehreren Beiträgen hier ist etwas seltsam, es der Aufgabe anzulasten, dass man selbst nicht die richtige Idee hat und es stattdessen mit astronomischen Rechnungen versucht. Die Autoren haben die Zahlen vermutlich gerade deshalb so groß gewählt, damit es nicht mit reiner Rechenpower geht.

    Hm, ich finde es eher so, [...]

    Im Januar kann ich erzählen, was ich damit meine, falls es jemanden interessiert.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ariane () aus folgendem Grund: Bitte keine Hinweise auf die (eigene) Lösung geben.

  • Ich wage mal zu behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit für Diskussionen nach Veröffentlichung der Lösung nahezu 1 beträgt :-)

    Hat mich von allen Aufgaben bisher am meisten Zeit gekostet, aber ich finde sie unheimlich schön! :thumbsup:

    Ich habe mir die Aufgabe für Heute aufgespart und finde dies ist die beste Aufgabe in diesem Jahr. Kriegt von mir die Maximalpunktzahl. :thumbsup:

    Nach 7 Blättern Schmierpapier und mehreren Versuchen, die Komplexität zu fassen und in Regeln und Formeln zu gießen, meine ich jetzt, den gordischen Knoten zerschlagen zu haben, obwohl ich einen finalen Beweis schuldig bleiben muss. Mehr dann im Januar ...


    Auch ich kann mir vorstellen, dass zu dieser Aufgabe einige Diskussionen aufflammen.