Moderationspingeligkeit

  • [...] (Zitat von Gurt Ködel gekürzt, da unerheblich) Hinzu kommt auch, dass (seit wir auch die Beiträge im Feedback-Forum freischalten müssen) immer mehr Aussagen in den Beiträgen stehen, die sich auf die Lösung bzw. auf den Lösungsweg beziehen. Das macht uns einerseits mehr Arbeit (was den obigen Punkt beeinflusst) und andererseits sieht es dann so aus, als ob wir noch kleinlicher geworden sind.

    Vielen Dank Ariane, Du bestätigt meine anfängliche Einschätzung und meine Beobachtungen seitdem.

    Das Forum und damit der Mathekalender haben durch die Kontrolle deutlich an Attraktivität verloren ohne dass es nennenswert etwas bringt. Die Lösungshinweise waren zuvor eher gering und dann auch recht bald getilgt. Jetzt haben sie sich gehäuft, bzw. es werden von den Admins schon Formulierungen (bsp. "ich habe die triviale Lösung gewählt", ...) als Lösungshinweise gedeutet, die die wenigsten Teilnehmer so interpretieren würden und die den wenigsten Teilnehmern den Spaß an der Aufgabe nehmen würden. Dadurch ist die Vielfalt im Forum deutlich zurückgegangen und es gibt zu 40% nur noch Standard-Beiträge wie "tolle Aufgabe heute wieder - danke an den Autor" :sleeping:.

    Also nicht, das solche Beiträge nicht ihren Sinn haben und berechtigt sind, aber es macht einfach einen Unterschied, ob es eine bereichernde Diskussion im Forum gibt, oder ob alles halbwegs Interessante wegzensiert wird.

    Den Nutzen der Zensur .... - nun den hast Du, Ariane, ja gerade selber in Frage gestellt. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen - außer: schade eigentlich. Aber egal, es ist ja nur noch ein Tag...


    Übrigens ist es möglich einen freigeschalteten Beitrag nachträglich zu ändern, ohne dass er noch einmal durch dass "Review" eines Admins muss.

  • Ich finde den Begriff "Zensur", der hier im Forum oft verwendet wird, auch etwas unpassend, da er sehr negativ konnotiert ist und mit undemokratischen und totalitären Strukturen assoziiert wird.

    Sipalman verwendet ausserdem den positiv konnotierten Begriff "Freiheit", um die Zerstörung des Kalenders durch das vorzeitige Posten von Lösungen zu bezeichnen.

  • Ich denke, im Eifer des Gefechts (und der Freude über eine Lösung), kann man schon mal etwas zu euphorisch auch etwas schreiben, was zu sehr in Richtung Lösung geht. ( Man möchte ja auch zeigen, wie toll man ist :-) ). Dann ist es aber auch ok, wenn der Schiri einen zurück pfeift und man sollte auch mal die Größe haben, das dann zu akzeptieren und vielleicht beim nächsten Mal noch etwas sorgfältiger schreiben. Fehler scheinen immer nur die anderen zu machen: Aufgabe zu schwer, zu leicht, zu ungenau, zu genau, ... Das hier ist eine freiwillige Veranstaltung, die uns allen Freude bringen soll und bringt, uns Teilnehmern wie auch den Organisatoren. Also sollte man schauen, die Regeln einzuhalten und diese nicht ständig an ihren Grenzen testen und dann das Ganze noch mit diktatorischen Massnahmen zu vergleichen.

    In diesem Sinne - lasst uns weiter diskutieren und Freude an den Aufgaben haben und nicht jeden Eingriff gleich als Angriff gegen die eigene Person werten. Viel Spaß weiterhin und alles Gute auf den letzten Metern ...

  • Ich finde den Begriff "Zensur", der hier im Forum oft verwendet wird, auch etwas unpassend, da er sehr negativ konnotiert ist und mit undemokratischen und totalitären Strukturen assoziiert wird.

    Das ist nachvollziehbar, um die Begriffe "zensieren" und "Zensur" zu vermeiden, wäre es aber gut, wenn du eine Alternative vorschlagen würdest. Mir fällt spontan kein positiv konnotiertes Pendant ein.

    Ich denke, im Eifer des Gefechts (und der Freude über eine Lösung), kann man schon mal etwas zu euphorisch auch etwas schreiben, was zu sehr in Richtung Lösung geht. ( Man möchte ja auch zeigen, wie toll man ist :-) ).

    Ja, da bin zumindest ich schuldig.

    Bei mir wurden zwei Informationsstücke entfernt:

    Einmal ein Wortspiel zu dem Regelset der Sudokus. Ich denke, dass Wortspiel wäre nur denen aufgefallen, die diese Sudokuregelvariante bereits kennen und hätte diesen Personen nicht bei der Lösung geholfen. Ein ähnliches Wortspiel wurde auch mindestens einmal nicht entfernt (bei der anderen Person kann das entsprechende Wort aber auch Zufall gewesen sein).

    Die zweite Information war tatsächlich kritischer. Ich sehe ein, dass diese Information entfernt wurde. Witzigerweise hat Paul E genau diese Information (umformuliert) in die Erklärung zur Editierung geschrieben ;).

  • Ich finde den Begriff "Zensur", der hier im Forum oft verwendet wird, auch etwas unpassend, da er sehr negativ konnotiert ist und mit undemokratischen und totalitären Strukturen assoziiert wird.

    Ich wüsste keinen passenderen Begriff dafür, wenn jemand drüberschaut und gegebenenfalls unterbindet, dass zu viel verraten wird. Jedoch empfinde Ich die 'totalitäre Struktur', in der Admins die Posts der anderen notfalls zensieren, für dieses Forum absolut notwendig und sehe darin nichts negatives, ganz im Gegenteil.
    Vielen Dank an Ariane und die anderen Admins für die viele Mühe, die Ihr hier investiert.
    Frohe Weihnachten und alles Gute für 2021 allen Admins und Teilnehmern

  • Ich wüsste keinen passenderen Begriff dafür, wenn jemand drüberschaut und gegebenenfalls unterbindet, dass zu viel verraten wird. Jedoch empfinde Ich die 'totalitäre Struktur', in der Admins die Posts der anderen notfalls zensieren, für dieses Forum absolut notwendig und sehe darin nichts negatives, ganz im Gegenteil.
    Vielen Dank an Ariane und die anderen Admins für die viele Mühe, die Ihr hier investiert.
    Frohe Weihnachten und alles Gute für 2021 allen Admins und Teilnehmern

    Ich würde das statt Zensur einfach Moderation nennen.


    Zu der Frage, welche Beiträge moderiert / bearbeitet werden müssen, und was noch ok ist, kann man natürlich geteilter Meinung sein - genauso wie z.B. im Fußball bei der Frage, wo die "normale Härte" aufhört und wo das Foul anfängt. Dadurch kann ein Moderator schon mal eine Formulierung durchgehen lassen, die ein anderer rausstreicht. Wobei es natürlich immer auch auf den Kontext ankommt, in dem eine Formulierung genutzt wird.


    Ich habe es häufig so gehandhabt, dass ich nur die in meinen Augen eindeutigen Beiträge freigeschaltet oder bearbeitet habe und die Beiträge, bei denen ich mir unsicher war, nicht angetastet habe - auch, weil ich nicht Teil des offiziellen Teams bin und weder die richtige Lösung noch den offiziellen Lösungsweg kenne.

  • Ich denke, die gelöschten Beiträge enthalten keine (oder nur wenige) Lösungsdiskussionen, sondern etwas anderes. Es ist ziemlich absurd, über die Beweggründe dafür zu diskutieren, ohne zu wissen, was drin stand.


    Ich finde, die Diskussion darüber sollte in den Januar vertagt werden. Auch die Diskussion, ob das in manchen Fällen Zensur genannt werden kann.

  • Ich sehe das genauso. Auch wenn ich mich bei meinen posts gewundert habe. Es ist sicher besser, zuviel wie zu wenig zu löschen.

    Nochmal um das klar zu stellen, weil der Post von 123qwert mißverstanden werden kann.


    Ja, ich sehe das genau so: Löschen von Lösungshinweisen sollte auf jeden Fall sein.

    Es geht nicht um das ob sondern um das wie. Alles andere ist oben ja eigentlich schon gesagt...

  • Ich finde den Begriff "Zensur", der hier im Forum oft verwendet wird, auch etwas unpassend, da er sehr negativ konnotiert ist und mit undemokratischen und totalitären Strukturen assoziiert wird.

    "Negativ kosnotiert" - empfinde ich nicht so. Ist vielleicht Ansichtssache oder hängt auch von der 'Betroffenheit' ab. Ich hoffe Du fühlst dich hierdurch nicht angegriffen. Es geht in der Diskussion nicht um Dich und das Moderatoren-Team oder darum, ob Eure Entscheidungen gut, schlecht, richtig oder falsch waren!

    Ihr macht einen tollen Job und das ist ja auch von allen Teilnehmern immer wieder hervorgehoben worden.:thumbup:

    Es geht einzig darum, wie sich der Kalender und der Spaß am Kalender für die Teilnehmer ändert, wenn sich die Regeln in Richtung einer eher kleinlichen Auslegung des Kalenders als ein Wettbewerb verschieben.


    Und da hat jeder eben so seine Anschauungen. Meine ist eher locker und ich finde es schade um den Kalender, wenn er jetzt zur reinen Mathematikolympiade verkommt. Nicht jeder hier ist beruflich so frei und ungebunden, um ab Januar noch weiter Zeit in Diskussionen investieren zu können und zu wollen, die einen Monat zuvor begonnen haben. Das zu fordern wäre komplett unrealistisch und recht intolerant.


    Mit Demokratie oder Totalitarismus hat das nichts zu tun. Das möchte ich in meine Beiträge zu diesem Thema auch nicht reininterpretiert sehen.


    Spannend zu beobachten, wie die Diskussion hier recht flott auf den Punkt Löschen Ja/Nein (also die "Ob" Frage) konvergiert ist, aufgrund von ein paar Posts, die die ursprüngliche Intention der Debatte verkürzt wieder gegeben haben. Um das "Ob" ging es (mir zumindest) eigentlich gar nicht.;)

  • Nicht jeder hier ist beruflich so frei und ungebunden, um ab Januar noch weiter Zeit in Diskussionen investieren zu können und zu wollen, die einen Monat zuvor begonnen haben.

    Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, das ist ein Kalender für Schüler. Wir Großen dürfen 'nur' mitspielen. Ich bin dafür dankbar und freue mich jedes Jahr darauf. Und da die Schüler was gewinnen können, sollten die Randbedingungen dafür sorgen, dass die Gewinnchancen sich nicht ungerecht verschieben. Dass das für die, die dabei nur spass gewinnen können, zu leichten Einbußen führen mag, müssen wir tolerieren, oder eben nicht mitspielen.

  • Die hier geführte Diskussion über "Zensur" der Moderatoren hat im Grunde nichts mit der Aufgabe 22 zu tun. Deshalb sollten diese Beiträge meines Erachtens in ein eigenes Thema verschoben werden. Bei der Genderdebatte wurde das ja schon gemacht. :thumbup:


    Und letztendlich muss/kann dann ja jeder wieder selbst entscheiden, ob er sich in diese Diskussion einbringen will oder nicht, insbesondere auch, ob er über jedes Stöckchen springen will, das man ihm hinhält.


    Wenn ich mir die Posts anschaue, kann ich den Moderatoren nur allergrößten Respekt für ihre Arbeit zollen:

    Sehr zeitnah werden (un-)beabsichtigte Abweichungen der Teilnehmer von den akzeptierten Spielregeln geduldig, humorvoll und manchmal auch neckisch korrigiert. Dass auch den Moderatoren dabei zuweilen ein "Fehler" unterläuft, ist wohl nur menschlich. Diese geringe Fehlerquote komplett zu verhindern, würde den Aufwand unnötig erhöhen und vermutlich die Antwortzeiten unangemessen verlängern.


    Danke an alle Moderatoren!


    P.S. Ich habe hier übrigens überall ohne Hintergedanken das generische Maskulinum verwendet.