Feedback zur Aufgabe 18 / Feedback concerning task no. 18

  • Mein Kommentar zur Aufgabe: Was für ein gruseliger Wust. Sollen Doktoranden der Mathematik sich damit herumärgern. Da brauche ich ja zum Verstehen dieser Notationen mehr Zeit als zum Lösen mancher Aufgabe. Nee, sorry, ohne mich.

    Schade ?(


    Sich in komplett neue Themen und neue Notationen einzuarbeiten gehört zum Alltag von Mathematiker*innen und der Aha-Effekt, der entsteht, wenn man beim ersten Lesen nur Bahnhof versteht und es dann doch schafft, das Problem zu verstehen und auch zu lösen, ist ziemlich cool :)

  • Ja, ist sehr lang die Aufgabe. Auf der anderen Seite wurde sich bei vielen Teilen dieser Länge explizit die Mühe gegeben, Beispiele zu liefern, die alles gut illustrieren. Ich fand mich gut in der Rolle von Wili wieder :-) war ziemlich witzig dadurch und nach einmal Lesen wusste ich auch, was zu tun ist. Ich find den "Flavour" (im wahrsten Sinne "Flavour" ;-) ) der Aufgabe darüber hinaus mehr als gelungen.

  • Da kann ich mich Rolf B nur anschließen. Ich hatte ja insgeheim gehofft, dass uns dieses Jahr eine Definitionsorgie erspart bleibt. So kann man sich täuschen. Ich mag solche Aufgaben überhaupt nicht, bei denen man fast drei Seiten mit vielen neuen Definitionen durchlesen muss, um dann die Aufgabe (die ja vielleicht ganz interessant ist, das kann ich nicht abschätzen) lösen zu können.

    Ich will mal der Aufgabe etwas positives abgewinnen: Zum Glück war das nicht die Aufgabe 1, sonst hätten insbesondere viele unsere Schüler den Mathekalender gleich wieder zur Seite gelegt und hätten sich mehr um ihre Hausaufgaben und Klausuren (die ja auch noch vor Weihnachten anstehen) gekümmert.

    Und wenn man wirklich meint, dass so eine Aufgabe unbedingt dabei sein sollte (damit diejenigen, die sich durch seitenlange Definitionen kämpfen können, auch mal belohnt werden), dann bitte nicht an einem "Dienst"-tag, denn wie der Name schon sagt, da müssen etliche Mitstreiter noch was arbeiten. Diese Aufgabe wäre auch am Sonntag (da hat man deutlich mehr Zeit) möglich gewesen.

    Ich bin echt am überlegen, ob ich nicht meinen Zufallsgenerator für Integerzahlen zwischen 0 und 9 auspacke und diesmal einfach das Los entscheiden lasse (by the way: die Aufgabe mit den Losen, die war viel schöner).

    Schade eigentlich, denn bis jetzt fand ich die ersten 17 Aufgaben alle gut, manche sogar sehr gut und zwei genial. Also Schwamm drüber, den freien Knobelabend zur Arbeit nutzen und auf morgen (Türchen 19) hoffen.

  • Ja, die Aufgabe ist sicherlich formal etwas overdressed, aber nach zweimal lesen sollte eigentlich klar sein, wie der Hase läuft.

    Insbesondere auch der Vorschlag, die Empfehlung, Plätzchenregeln vom Grad 2 zuerst anzuschauen, ist hilfreich.

    Sicher auch nicht meine Lieblingsaufgabe, aber nicht schlecht. Und theoretisch auch interessant. 8)

  • Der Einleitungstext war zwar lang, aber durch die guten Beispiele gut lesbar und verständlich und die Aufgabe für mich deutlich schneller und einfacher lösbar als die Aufgaben der letzten Tage. Ich finde es daher schade, dass einige schon gleich abbrechen und der Aufgabe keine Chance geben.

  • Nachdem ich mich eingearbeitet habe, ist mir der Lösungsweg nun klar und ich habe auch eine Lösung. Spaß gemacht hat es aber nicht und mein Weg ist auch sehr fehleranfällig. Leider habe ich keine Zeit, alles noch mal durchzugehen. Diese Aufgabe hat mir bisher am wenigsten gefallen. Auch, weil ich nicht den Eindruck habe, dass man hier ein Aha-Erlebnis haben kann und es eine elegante Lösung gibt.

  • Ganz schön schwierig heute ...:thumbup:

    Ich musste mich zwar einen Weile hereinarbeiten, aber die Suche nach Mustern hat mir Spaß gemacht und mit dem richtigen Ansatz ist auch diese Aufgabe schnell gelöst. Das Problem ist also die Ansatzfindung, die durch den langen Aufgabentext erschwert wird.

    Allerdings mag ich so lange Aufgaben, da sie meistens klar formuliert sind und Beispiele sowie Aschauungsmöglichkeiten geben, so auch hier. ;)

  • Definitiv zu langer Aufgabentext!

    Einige Definitionen sind mMn nicht für die Aufgabe notwendig bzw. hätten anders verpackt werden können.

    Allgemein finde ich hier die Background-story nicht so gelungen.


    Mit dem richtigen Prinzip war diese Aufgabe aber in wenigen Minuten zu lösen.


    Warum benutz der Weihnachtsmann nicht einfach Scanner ... Xmasium kann man doch bestimmt dafür verwenden ... oder man verbessert und modifiziert Ruprechts Apfel-/Stechapfelweinunterscheidungsmaschine:/ ...

  • Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass ich alles richtig verstanden habe, finde ich die Aufgabe nicht sonderlich schwer zu verstehen, denn sobald man sie einmal verstanden hat, muss man ja nicht zwingend auch so rechnen, wie das in der Aufgabe beschrieben ist. Ich halte diese Aufgabe für eine gelungene Aufgabe im Hinblick auf interessante Themen, gleichzeitig hätte ich mir mehr und bessere Beispiele (also z.B. für komplexere Fälle) gewünscht.
    Trotzdem passt die Aufgabe ganz gut in den Kalender und ich bin schon gespannt auf die (hoffentlich schneller zu verstehende) Lösung!

  • Auch ich habe meine Probleme mit der reinen Länge des Textes. Dabei hätte man große Teile weglassen bzw kürzer erklären können, ohne die Anschaulichkeit zu verlieren. So hat es leider erstmal 15min gedauert, den Text zu lesen und weitere 15, ihn gänzlich zu verstehen.

    Ich bin aber mal gespannt auf eine elegante Lösung; meine war zwar sehr systematisch, aber trotzdem zeitaufwendig (alleine das Abarbeiten des Hinweises dauert ja etwas). Aus Angst, etwas übersehen zu haben, habe ich das Ganze dann auch nochmal programmiert, und zum Glück meine Lösung bestätigt bekommen :)

  • Also ich fand's auch ein wenig gruselig und verstehe auch immer noch nicht, was es dem Weihnachtsmann bringen soll,


    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sagt ihm das Ergebnis letzlich nur, ob er von einem Teller, wenn er von bestimmten Plätzchen nascht oder eben auch nicht, Bauchschmerzen bekommen könnte, nicht aber, ob er keine bekommt.


    Nachdem ich also glaubte, die Aufgabe verstanden zu haben, habe ich sie in einen Algorithmus gegossen, der mir die Fleißarbeit abgenommen hat.


    Ich bin mal auf den Januar gespannt…


  • Also ich habe es so verstanden, dass der Weihnachtsmann, wenn er sich die gefundenen Regeln merkt und von den Tellern Abstand nimmt, die diese Plätzchenkombinationen enthalten, garantiert keine Bauchschmerzen bekommt. Leider gehen ihm aber auch bekömmliche Plätzchenkombinationen durch die Lappen. Vielleicht können die Aufgabensteller*innen das ja bestätigen/widerlegen?


    [EDIT: Das habe ich wohl nicht richtig verstanden, siehe Antwort vom Aufgabensteller im Beitrag #21.]


    Wäre vielleicht aber auch nicht soo schlecht, sonst müsste Friedensreich Tausendsassa auch bald für den kugelrunden Weihnachtsmann eine neues Haus entwerfen... ;)

  • Also ich habe es so verstanden, dass der Weihnachtsmann, wenn er sich die gefundenen Regeln merkt und von den Tellern Abstand nimmt, die diese Plätzchenkombinationen enthalten, garantiert keine Bauchschmerzen bekommt.

    Nö. Beispiel aus der Aufgabe: x2 (1-x4) > Wenn er sich das merkt, bekommt er von Teller 2 und 4 keine Bauchschmerzen. Allerdings kann er immer noch Teller 1, 3 oder 5 erwischen und nirgends in der Aufgabe steht (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) , daß man Musterkombinationen finden solle, die alle bekannten Bauchschmerzteller indentifizieren. Es sind lediglich "Prim-Muster" gefragt. Meine kühne Behauptung ist, daß man mit den Prim Mustern, wenn man "Pech" hat, die beobachteten Teller also "ungeschickt" sind, nur einen einzigen Teller beschreiben könnte.

    Ohne einen Lösungshinweis zu geben: Seien z.B. 2 Primmuster {[..moderiert..]} und {[..moderiert..]}. Beide beschreiben lediglich Teller 1. Was bringt das?

  • Nö. Beispiel aus der Aufgabe: x2 (1-x4) > Wenn er sich das merkt, bekommt er von Teller 2 und 4 keine Bauchschmerzen. Allerdings kann er immer noch Teller 1, 3 oder 5 erwischen und nirgends in der Aufgabe steht (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) , daß man Musterkombinationen finden solle, die alle bekannten Bauchschmerzteller indentifizieren. Es sind lediglich "Prim-Muster" gefragt. Meine kühne Behauptung ist, daß man mit den Prim Mustern, wenn man "Pech" hat, die beobachteten Teller also "ungeschickt" sind, nur einen einzigen Teller beschreiben könnte.

    Ohne einen Lösungshinweis zu geben: Seien z.B. 2 Primmuster {[..moderiert..]} und {[..moderiert..]}. Beide beschreiben lediglich Teller 1. Was bringt das?

    Ich komme gerade erst dazu, mich mit der Aufgabe näher zu beschäftigen, daher mit Vorbehalt: So wie ich das verstehe, hat der Weihnachtsmann Probleme, sich Muster mit mehr als 3 Empfehlungen zu merken. Darüber, wie viele solcher Muster er sich merken kann, wird aber keine Aussage gemacht. Wie viele Muster er sich letztlich merken muss, ist Teil der Aufgabenstellung.

  • Ja, die Aufgabe ist sicherlich formal etwas overdressed, aber nach zweimal lesen sollte eigentlich klar sein, wie der Hase läuft.

    Insbesondere auch der Vorschlag, die Empfehlung, Plätzchenregeln vom Grad 2 zuerst anzuschauen, ist hilfreich.

    Sicher auch nicht meine Lieblingsaufgabe, aber nicht schlecht. Und theoretisch auch interessant. 8)

    Meiner Meinung nach ist der Hinweis nicht so wirklich hilfreich, um zu verstehen, was eigentlich genau passiert. Natürlich kann man das so besser allgemein mit einem Computerprogramm angehen. Es ist aber definitiv deutlich interessanter festzustellen, was hier mathematisch eigentlich alles genau passiert (da ist nämlich so einiges in der Tabelle versteckt...), dann lässt sich diese Aufgabe tatsächlich auch relativ schnell lösen.


    Frage an die Aufgabensteller: Ist es intendiert, dass gilt: [... von der Moderation gelöscht ... Grund: möglicher Lösungshinweis ...]?