Beiträge von computer

    Die Kritik hinsichtlich der 10. Klasse kann ich teilweise nachvollziehen. Auch ich wundere mich teilweise, wie die ein oder andere Aufgabe ohne Analysis-Kenntnisse lösbar sein soll. Ariane versichert aber jedesmal, das sei problemlos möglich. Die Musterlösung geht dann allerdings manchmal in Richtung brute force. Wenn man mehrere der zehn Möglichkeiten einsetzt, findet man ggf. auch, welche richtig ist. Auch das ist lehrreich, Fallunterscheidung ist nicht verboten und kann sehr hilfreich sein, wenn es nur wenige Fälle gibt.

    Und nun einige große ABERs:
    Frustrationstoleranz ist definitiv für ein Mathe- (in den ersten Semestern auch Physik-)Studium erforderlich. Insofern ist der Kalender genial und ein Top-Indikator. Wen der zu sehr frustriert, der sollte sich ein solches Studium definitiv nicht antun. Was mir besonders gefällt, die Aufgaben sind immer auch irgendwie sehr einfach zu lösen (die noch ausstehenden Musterlösungen werden es sicher auch in den Fällen zeigen, mit denen man selbst heftig gekämpft hat), aber sie sind oft derart, dass man zuerst keine Idee hat, wie man sie angehen soll.


    Davor ist glücklicherweise auch keine "Gruppe studierter Mathematik-Lehrer*innen" gefeit, eben weil meist kaum Voraussetzungen erforderlich sind, um die Aufgabenstellung zu erfassen und sich Gedanken dazu zu machen. Wenn man es dann mehrmals im gleichen Kalender nicht hinbekommt, gleichtägig die richtige Lösung einzuloggen, verstehe ich gut, dass man sich "geerdet" vorkommt. Allerdings bewerte ich persönlich sehr positiv, dass die letzte Abgabemöglichkeit nicht gleichtägig 23:59 ist. Die Motivation, sich ggf. auch mehrmals mit etwas zu beschäftigen soll sich schließlich auch irgendwie auszahlen. Eine anderer Thread im Forum beschäftigt sich damit, die Musterlösungen nicht einmal direkt nach dem Abgabeschluss zu veröffentlichen, um die Lösungsdiskussion nicht abzuwürgen. Das erscheint mir viel sinnvoller, als die Lösung direkt am nächsten Tag rauszuhauen. Allerdings würde ich jetzt nach drei Wochen wirklich gern die Musterlösungen sehen, viel länger sollte uns das Team echt nicht auf die Folter spannen.






    Ich finde den Begriff "Zensur", der hier im Forum oft verwendet wird, auch etwas unpassend, da er sehr negativ konnotiert ist und mit undemokratischen und totalitären Strukturen assoziiert wird.

    Ich wüsste keinen passenderen Begriff dafür, wenn jemand drüberschaut und gegebenenfalls unterbindet, dass zu viel verraten wird. Jedoch empfinde Ich die 'totalitäre Struktur', in der Admins die Posts der anderen notfalls zensieren, für dieses Forum absolut notwendig und sehe darin nichts negatives, ganz im Gegenteil.
    Vielen Dank an Ariane und die anderen Admins für die viele Mühe, die Ihr hier investiert.
    Frohe Weihnachten und alles Gute für 2021 allen Admins und Teilnehmern

    Eine schöne Aufgabe, ich sah "natürlich" direkt die Lösung.

    Eine halbe Minute später fiel mir mein Fehler auf und was die Lösung ist, "ganz trivial".

    Zwei Minuten später fiel mir mein Fehler auf und was "nun" die Lösung ist.

    Ich bin mal gespannt wie dieser Abend noch weitergeht... :D

    Ich hatte heute schon zweimal das von Holger geschilderte Erlebnis, also wahrscheinlich viel zu trivial angefangen.
    An den Autor daher mein Lob: Super Aufgabe, selbst wenn sie nicht von einem Niederländer kommt, vielen Dank.

    Knackige Aufgabe. Entweder stehe ich total auf dem Schlauch und sehe den einfachen Ansatz nicht, oder der Beweis ist nicht ganz trivial. Meiner Meinung nach bisher die schwierigste Aufgabe.


    Ich wage mal die Behauptung, dass die Aufgabe über Schulniveau hinausgeht, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen und bin schon gespannt auf die Auflösung.

    Noch sind ein paar Stunden Zeit, daher der folgende Ansporn:
    Die geht definitiv nicht über Schulniveau hinaus.
    Also: Hau' rein bzw. eine Lösung noch vor Mitternacht raus!

    Ich mache zum ersten mal mit bei dem Adventskalender, aber verzweifel fast an jeder Aufgabe... Ist das normal?

    Das Beste kommt erst noch: Wenn man im Januar sieht, wie einfach (nicht alle, aber) die meisten Aufgaben zu lösen gewesen wären, zweifelt man erst recht an der persönlichen Eignung für das Fach Mathe.


    Aber ja, es ist (zumindest für mich - bin jetzt zum vierten Mal dabei, glaube ich) auch so, dass mir der Lösungsweg bei mindestens 75% der Aufgaben nicht direkt ins Auge springt.


    Insofern war die Frage vom 1. Dezember eine echte Ausnahme. Bin aber sicher, wenn nur solche Aufgaben kämen, würden viele Leute nicht mehr mitmachen. Der Prozess lesen -> verzweifeln -> nochmal lesen -> etwas anderes machen, dabei die Aufgabe im Unterbewusstsein weiter behandeln -> eine Idee bekommen -> sich wieder hinsetzen und es zu einem (hoffentlich richtigen) Ende bringen ist aber schlussendlich genau das, was die Teilnehmer bei der Stange hält.

    Also auch von mir die Ermunterung: Bitte dranbleiben und unbedingt im Januar in die Lösungen reinschauen.

    Gerade das 'Dranbleiben' ist eine wichtige Eigenschaft eines guten Mathematikers (Generisches Maskulinum, kann meinetwegen auch weiblich oder divers sein). Mathe-Absolventen sind im Job nicht wegen ihrer tollen im Studium erworbenen Kenntnisse gefragt, sondern weit eher wegen ihrer hohen Frustrationstoleranz.

    ... Ich würde mich aber auch freuen, wenn das Niveau noch weiter steigt, wobei ich weiß dass es auch jüngere Teilnehmer gibt.

    Na ja, die Zehntklässler verlieren wir hier schon wieder am zweiten Tag. Während man unter Anwendung der im elften Schuljahr vermittelten Kenntnisse mit zwei, drei Zeilen Rechnung (vom neuralgischen Punkt) zur Lösung kommt, darf ein Zehntklässler stattdessen die Lösungsmöglichkeiten durchprobieren.

    Nichts gegen die Aufgabe, im Gegenteil, die ist toll, aber vielleicht sollte der Kalender anders ("ab Klasse 11") gelabelt werden.