Beiträge von Franz Auer

    Warum P(K erreicht 0 bei t|K+F erreichen 0 heute) != P(F erreicht 0 bei t|K+F erreichen 0 heute)? Die Ereignisse "K erreicht 0 bei t" und "F erreicht 0 heute" sind doch unabhängig.

    Aah Danke!. Jetzt verstehe ich eure Symmetrie-Idee!

    Aber muss man nicht beide durch P(beide erreichen am selben Tag das Ziel) teilen?

    Die Frage verstehe ich nicht. Es geht doch um ein und denselben Tag. Die Wahrscheinlichkeiten von Fridolin und Kriemhilde sind erstmal unabhängig. Erst am Schluss muss man die Pfade, bei denen beide die 0 zur selben Zeit erreichen weglassen.

    Warum habe ich in der Aufgabenstellung gelesen, dass Kriemhilde lieber weg von der 0 springt. Dagegen Friedolin lieber in Richtung der Null und damit das System überhaupt nicht symmetrisch ist?

    Das System an sich ist nicht symmetrisch. Es wird aber symmetrisch, wenn man die bedingten Wahrscheinlichkeiten nimmt, nämlich die Bedingung, dass sowohl Fridolin als auch Kriemhilde an diesem Tag die 0 erreichen.
    Man muss dazu die einzelnen Wahrscheinlichkeiten (Kriemhilde bzw. Fridolin erreicht die 0 zum Zeitpunkt t) durch die Wahrscheinlichkeit "Kriemhilde bzw. Fridolin erreicht die 0 irgendwann an dem Tag) dividieren. Bei Kriemhilde sind die einzelnen Wahrscheinlichkeiten um den Faktor 1/2^100 kleiner als bei Fridolin. Die Gesamtwahrscheinlichkeit, durch die dividiert wird aber auch. Dadurch sind die bedingten Wahrscheinlichkeiten bei Fridolin und bei Kriemhilde jeweils gleich groß.

    Problematisch sind eigentlich nur die Fälle 0 0 0 0 0 1 und 0 1 1 1 1 1. In jedem andern Fall findet man zwei gleichartige Atome, indem man nach dem Sortieren die ersten beiden bzw. die letzten beiden Atome wählt.

    Ich habe einfach mal versucht, ob es funktioniert, wenn zwischen F und A kein Gas fließt. Und ja, es funktioniert und man erhält an der Stelle E den Druck sqrt(5). Da es keine Antwortmöglichkeit gibt, die aussagt, dass es mehrere Möglichkeiten geben kann, war für mich klar, dass das die Lösung sein muss.

    Ich habe es exakt genau so! Mir kamen die 133 zu einfach vor, und ich dachte das wäre der Kern der Aufgabe eben erst mit einem späteren Karton zu beginnen. Dass man für jedes andere k eben auf die gleiche Antwort 134 kommt, hat mich darin bestärkt, dass das die gesuchte Lösung ist. Meiner Meinung nach erlaubt die Aufgabenstellung Lücken, also Kartons unverleimt zu lassen. Es muss also auch nicht mit k=1 angefangen werden. Die Frage "Wie viele Kartons können die Elfen mit den 2020 g Zauberleim verschließen?" hätte sonst richtigerweise lauten müssen: "Wie viele Kartons können die Elfen lückenlos beginnend mit dem ersten Karton (k=1) mit den 2020 g Zauberleim verschließen?". Oder übesehe ich was? Ansonsten Einspruch!

    Die Aussage "die Elfen müssen die Kartons in absteigender Größe bearbeiten" im Aussagentext könnte natürlich so verstanden werden. Da aber die Reihenfolge, in der die Kartons bearbeitet werden, für deren Anzahl keine Rolle spielt, ergibt diese Interpretation keinen Sinn.

    Oft hilft eine Antwort, die man ausschließen kann, zwar nur wenig weiter (die "Ratechancen" steigen nur von 1/10 auf 1/9), aber hier ist das doch recht hilfreich, wenn man dann, wenn ein Widerspruch auftritt, sicher sein kann, dass man irgendwo einen Fehler gemacht hat.


    Genauso ging es mir.