Beiträge von JdPL

    Ich finde Graphoptimierungsaufgaben oft nicht so schön, weil sie oft zu einem Branch-and-Bound-Ansatz verleiten (der dann oft in Branch-everything ausartet) und man dann schnell mit gefühlt 100 Fallunterscheidungen zu kämpfen hat.


    Die beiden Graphoptimierungsaufgaben haben die oft sehr aufwendigen und arbeitsintensiven Optimalitätsbeweise schön umgangen weil man mit den 24h in Aufgabe 11 und 3h24 in dieser Aufgabe mit den Zielwerten arbeiten kann und fertig ist, wenn man die Werte gefunden hat.


    Die Aufgabe heute hat deshalb unerwartet viel Spaß gemacht.

    Leider nein.

    Neutrum (-um) Nominativ Plural endet -a

    Feminin Singular endet -a

    Aber auch bei anderen Fällen gibt es identisch Endungen quer durch.

    Mein Gegenargument zu Latein ist eher, dass für allgemeine Personengruppen nicht Neutrum sondern Maskulinum verwendet wurde.


    Wurde glaube ich in einem vorherigen Beitrag (eines anderen Teilnehmers, nicht von mir) bereits angedeutet. Aber im Englischen wird inzwischen häufig 'they' als generische Form verwendet für eine einzelne Person verwendet. Das ist meines Wissens aber eine neuere Entwicklung, jedoch eine, die aus meiner Sicht deutlich sinnvoller ist als ein "generisches Femininum" im Deutschen.

    Englisch ist im Singular ein gutes Beispiel wegen they, und der Plural gibt kein Geschlecht mit an. Daran habe ich bei meiner Frage nicht gedacht.

    Ich glaube so, wie du hier den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verletzt, reagiert der Physiker stärker auf die Aussage des Mathematikers, als der Ingenieur.

    Zur Aufgabe: Ich finde, dass die Aufgabe eine gute Textaufgabe mit einem gut geschriebenen Text und einem witzigen Bild ist.


    Mein Senf zur Sprachdebatte:

    [Ich plädiere], als Alternative zu den furchtbaren Binnenmajuskeln oder Gendersternchen für einen Genderunterstrich am Wortanfang. Also "_Wichtel" oder "_Wichtelin" je nach persönlicher Präferenz.


    Aber ich glaube, beim Duden komme ich damit nicht durch.

    Schade eigentlich, diese Alternative würde alle Mehrdeutigkeitsprobleme lösen.


    Wenn dann, so wie in dieser Aufgabe, mal die weibliche und mal die männliche Form genutzt wird, das aber entgegen der üblichen Lesart immer alle Geschlechter meinen soll, dann bekommt der Text eine andere Bedeutung.

    Ich habe eine Gegenhypothese: Das zwei Worte für die gleiche Sache benutzt werden ist kein Problem sondern höchstens störend. Aber da nicht diskutiert wurde, ob Bewohnerinnen und Wichtelinnen das gleiche bedeuten, vermutlich nicht einmal das.


    Das Problem tritt auf, weil es Worte gibt, die bei gleichem Kontext mehrere Dinge meinen können.

    Bei "die Wichtelinnen" ist nicht klar, ob "die (weiblichen) Wichtel" oder "die Wichtel:innen" gemeint ist.

    Bei "die Wichtel" ist nicht klar, ob "die (männlichen) Wichtel" oder "die Wichtel:innen" gemeint ist.

    Ich denke, das Problem fällt nur eher auf, wenn das generische Femininum neben dem generischen Maskulinum verwendet wird (inzwischen in der Aufgabe geändert).


    Die Folge meiner Hypothese wäre, dass sowohl das generische Femininum als auch das generische Maskulinum vermieden werden sollten.


    Ich bin überrascht, dass ein generisches Femininum soviel mehr Unverständnis gegenüber einem generischen Maskulinum verursacht.

    Der Aussage, dass ein generisches Femininum nicht schlechter ist, als ein generisches Maskulinum schließe ich mich insbesondere an.


    Ist vielleicht das falsche Forum aber ist hier zufällig ein (Hobby-)Linguist, der weiß, ob es eine Sprache gibt, bei der die allgemeine Form regelmäßig mit keiner der Geschlechtsspezifischen Plurale zusammenfällt?

    Ich habe den Verdacht, dass meine Antwort hier am besten passt.

    Genau genommen ist nach der Strategie gefragt, mit der die meisten Wichtel garantiert die richtige Farbe kennen. Für eine solche Strategie hätte es ggf. eine Rolle spielen können, wie gleichverteilt die Mützenfarben sind.

    Da es aber darum geht, dass die Wichtel garantiert (also mit Wahrscheinlichkeit 1) die richtige Farbe sagen, hast Du natürlich Recht [....].

    Ich glaube hier liegt unsere Meinungsverschiedenheit; auch zu Aufgabe 8. Ich bin mit der Definition des Wortes "garantiert" deutlich restriktiver.

    Die Physik "garantiert", dass es (so etwas wie) Gravitation gibt, weil wir sie sehr oft gemessen und beobachtet haben und die Wahrscheinlichkeit, dass alle Messung nur zufällig auf Gravitation hindeuten verschwindend gering ist.

    Ich würde "garantiert" im mathematischen Kontext aber als echt stärker definieren als "fast sicher" und "fast sicher" ist definiert als Wahrscheinlichkeit=1.

    Wenn du also aus den gleichverteilten rationalen Zahlen zwischen 0 und 1 eine rationale Zahl ziehst, kann ich sagen, dass du fast sicher nicht 1/42 ziehst aber ich würde nicht garantieren, dass du nicht 1/42 ziehst. Die Wahrscheinlichkeit eine vorher ausgewählte rationale Zahl zu ziehen ist immer (echt) gleich 0. Trotzdem ist jede rationale Zahl zwischen 0 und 1 möglich.

    Ich hatte in der Oberstufe sehr viel Spaß am Matheprisma (externer Link: mit der üblichen Vorsicht genießen :))

    Die Seite behauptet, "eine wachsende Modulsammlung zur Mathematik" zu sein, aber ich fürchte da wächst seit einem Jahrzehnt nichts mehr.

    Grundsätzlich sehe ich das ähnlich und ich persönlich finde es durchaus besser sich nicht sofort die Musterlösung anzusehen, allerdings hat Blessing tatsächlich einen Punkt damit, dass es prinzipiell natürlich für jeden, der das will, möglich ist die Musterlösung vorerst zu ignorieren selbst, wenn sie bereits veröffentlicht ist. Wenn sie hingegen erst später verfügbar wird, sind davon alle betroffen.

    Ich war im letzten Jahr nicht dabei, aber scheinbar hat sich doch gezeigt, dass die gewünschten Diskussionen wegfallen, wenn es bereits eine Musterlösung gibt.


    Wenn die Musterlösung also vorhanden ist, besteht auch dieses Jahr die Gefahr, dass gewünschte Diskussionen wegfallen und die, die diskutieren wollen, damit "enttäuscht" werden.

    Wenn die Musterlösung eine Woche später bekommt, hat immernoch jeder am Ende eine Musterlösung und die Diskutierfreudigen können munter diskutieren. Und selbst für die Aufgabe vom 24.12 wird die Wartezeit "nur" verdoppelt.

    Ich hätte die Musterlösung gerne so früh wie möglich. Bin nämlich sehr gespannt, nicht nur auf die Antworten, sondern auch auf die Beweise!

    In diesem Zusammenhang verstehe ich einfach nicht die Logik dahinter, für über den Daumen gepeilt 10 Personen die Lösungswege zurückzuhalten, damit diese noch motiviert sind, ihre eigenen Ideen ins Netz zu stellen!

    (Ich meine das nicht grob!)

    Zur Zeit wollen 18 Personen, dass die Musterlösung zurückgehalten wird und es wollen nur 12 Personen eine schnelle Veröffentlichung.


    Ich kann aber verstehen, dass man eine "offensichtlich" dumme/unnötige/schädliche Forderung nicht umgesetzt haben möchte, "nur" weil es die Mehrheit fordert.

    Also nochmal:

    • Die Hochzeit war einem Sonnabend/Samstag oder einem Sonntag.
    • Der 8. Hochzeitstag ist an einem Montag.
    • Eine Woche besteht aus sieben Tagen: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag (in dieser Reihenfolge, dann von vorne).
    • Ein Jahr hat 365 Tage – außer es ist ein Schaltjahr, dann hat es 366 Tage. (Die Definition von Schaltjahr findest du in der Aufgabe).

    Mit diesen Infos kannst du die Aufgabe lösen. Es werden keine Wochentage verschoben.

    Ich brauchte zusätzlich noch:

    • Es gibt die 12 Monate: Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember (in dieser Reihenfolge, dann von vorne).
    • In einem Schaltjahr hat der Februar den Extratag.

    Also, ich werd noch irre. Dass es Wochentage mit den im Deutschen üblichen Bezeichnungen gibt, dass es eine ganz bestimmte periodische Reihenfolge gibt, also Sonntag, Montag, Dienstag usw...., dass sich also die Wochentage alle 7 Tage wiederholen, dass heute, der 11.12.2020, ein Freitag ist ..., dass der achte Hochzeitstag (ist das ein "historisches Datum") ein Montag ist (ist das ein "Fakt", der nicht im "Text" steht?), ist das alles nicht selbstverständlich?

    Was soll die ganze Eierei?

    Entschuldigung, wenn das unfreundlich klingt, ist nicht so gemeint. Ich liebe den Kalender. Es wundert mich nur, dass wir so gar nicht zusammen kommen. Ich frage mich, was ich da nicht verstanden habe.

    Stimmt, man braucht noch (etwas) zusätzliches Wissen, wie das Jahr funktioniert.

    Aber Saurons Interpretation stimmt insofern, dass man nicht vom aktuellen Datum Jahre/Jahrzehnte zurückrechnen muss, um die Wochentage aus vergangenen Jahren auszurechnen.

    Sehr schöne Aufgabe.


    Nur die Formulierung in dem Absatz

    "Könnt Ihr Horton trotzdem helfen und herausfinden, wie alt das Möbius-Band ist? Genauer gesagt, was ist der Rest der Ziffernsumme von Conny's und John's Hochzeitsdatum (angegeben als TTMMJJJJ), wenn man diese durch 10 teilt?"

    hat ein bisschen gestört. War aber hinreichend verständlich und wurde mit dem Beispiel und dem neunten Post der Diskussion auch nochmal geklärt.

    Die Formulierung "auf jeden Fall wahr" ist umgangssprachlich und hat mehrere Bedeutungen (siehe hierzu auch synonyme.woxikon.de) und welche man wählt hängt eben vom persönlichen Hintergrund ab. Einige recht verbreitete Bedeutungen sind bestimmt und zweifellos.


    kein Sarkasmus:

    Wenn man bestimmt mit Wortbedeutung 16 ("grob") liest, wird tatsächlich jede Antwort eine richtige Lösung. Aber ich glaube nicht daran, dass irgendjemand "auf jeden Fall wahr" als "das stimmt grob" liest, eine zufällige Zahl ankreuzt und glaubt, die Aufgabe korrekt gelöst zu haben.

    Bei zweifellos könnte Wortbedeutung 29 ("Mit großer Wahrscheinlichkeit") kaputtgehen.


    Ich habe immernoch Schwierigkeiten das "auf jeden Fall" so zu interpretieren, dass sich mein Ergebnis ändert. Ich würde mich aber freuen (im Januar) zu sehen, wie du mit einer anderen Wortbedeutung auf ein anderes eindeutiges Ergebnis kommst.

    Woher sollen die Löser denn wissen, ob nach (a) Grammatikfehlern gefragt ist oder ob (b) bei der Explosion ein Wichtel zu Sturz kam und danach (c) eine Klage bei Gericht einbrachte, die (d) zum Niedergang des römischen Imperiums führte?


    Sarkasmus:

    Uff, das römische Imperium habe ich bei der Aufgabe überhaupt nicht berücksichtigt. Da werde ich mir nochmal ansehen müssen, ob das Imperium die Antwort ändert. :)


    Das wäre ziemlich gemein gegenüber allen die die Aufgabe gelöst haben

    Lies es doch als "Für alle Konfigurationen"

    Sarkasmus:

    Wohl eher "gelöst", da überhaupt nicht angegeben wurde, das alle Zahlen im Dezimalsystem sind, war die Aufgabe strenggenommen unlösbar.

    Als jemand der fast fast immer im Hexadezimalsystem rechnet, fand ich die Wahrscheinlichkeiten über 64% sehr merkwürdig.


    edit:

    Da Dandelo sinnvollerweise daraufhingewiesen hat, Satire zu kennzeichnen, habe ich ergänzt, dass die letzten beiden Drittel meiner Nachricht nicht ernstgemeint waren.


    Ich bin aber tatsächlich gespannt, wie man mit anderen Wortbedeutungen auf andere sinnvolle Antworten kommen kann, denke aber, dass Kurt Gödel dazu seine Lösungidee offenlegen müsste, was erst im Januar erlaubt ist. Das erste Drittel meiner Nachricht ist also ernstgemeint.